Webradio und Livestream

Spezialtipp

Nacht der Poeten SPEZIAL

Bild: SWR/dagmarschoenleber.de

Samstag, 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Spätvorstellung

Nacht der Poeten SPEZIAL

"Trotzkultur", Ein Abend der komischen Literatur. Dagmar Schönleber

Tagestipp

Heute, 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Der Traum eines großen Poeten Die Lange Nacht über den Polarforscher Alfred Wegener Von Günther Wessel Regie: Klaus Michael Klingsporn In drei Stunden kann viel passieren. Europa bewegt sich etwa 0,004 Millimeter nach Osten, der Atlantik wächst um 0,01 Millimeter, der Pazifik schrumpft minimal, und Indien schiebt sich den Bruchteil eines Millimeters weiter in den Eurasischen Kontinent hinein. Kontinentalverschiebung. Erstmals sprach Alfred Wegener 1912 davon, der am 1. November 1880 geborene und im November 1930 bei einer Polarexpedition auf Grönland verstorbene Meteorologe und Geowissenschaftler. Arktisforschung und Kontinentalverschiebung - das sind die beiden Pole, zwischen denen sich das wissenschaftliche und auch sehr abenteuerliche Leben Wegeners bewegte. Seine physikalischen und meteorologischen Erkenntnisse aus der Arktis wurden bewundert - Wegener unternahm lange Forschungsreisen auf Grönland und baute die ersten meteorologischen Stationen dort auf. Er durchquerte die arktische Insel mit Skiern und Schlitten, vermaß die Küste bis zum 8. Breitengrad und schrieb eindringliche Reiseberichte. Lange hingegen belächelte die Fachwelt seine Arbeiten zur Kontinentalverschiebung. Dass unsere Kontinente auf Platten liegen, dass die Festländer nicht fest sind, dass sie auseinandertreiben, es einen Urkontinent gab, der vor Jahrmillionen zerbrach, war für die damaligen Fachwissenschaftler unvorstellbar. 1915 erschien Wegeners Schrift "Entstehung der Kontinente und Ozeane". "Seine Theorie ist ein wunderbarer Traum von Schönheit und Anmut", schrieb bewundernd der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme Pierre-Marie Temier. "Der Traum eines großen Poeten." Das war die freundlichste aller ablehnenden Stellungnahmen aus der Fachwissenschaft. Heute ist Alfred Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung als Plattentektonik anerkannt. Martin Meschede, Professor für Geologie: "Alles, was irgendwie an Prozessen auf der Erdoberfläche abläuft, hängt letzten Endes ursächlich mit der Plattentektonik zusammen."

Konzerttipp

Heute, 19:30 Uhr Ö1

Aus der Wiener Staatsoper - Jules Massenet: "Werther"

Mit Piotr Beczala (Werther), Gaelle Arquez (Charotte), Clemens Unterreiner (Albert), Daniela Fally (Sophie), Hans Peter Kammerer (Le Bailli), Andrea Giovannini (Schmidt), Michael Rakotoarivony (Johann). Opernschule der Wiener Staatsoper, Orchester der Wiener Staatsoper; Dirigent: Bertrand de Billy (Aufgenommen am 10. Dezember 2020 in der Wiener Staatsoper - Corona-bedingt ohne Publikum im Zuschauerraum). Präsentation: Michael Blees

Hörspieltipp

Heute, 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Die Toten haben zu tun Hörspiel von Mudar Alhaggi und Wael Kadour Aus dem Arabischen von Larissa Bender Regie und Funkeinrichtung: Erik Altorfer Musik: Martin Schütz Mit Rami Khalaf, Yvon Jansen, Sebastian Rudolph Dramaturgie: Sabine Küchler Produktion: Deutschlandfunk 2019 Der 33-jährige Taha kommt als Flüchtling nach Deutschland. Er hat Familie und Freunde in Syrien zurückgelassen, quält sich mit Schuldgefühlen und Depressionen. Scheinbar mühelos gestaltet sich sein Anfang in der neuen Umgebung. Denn er trifft auf Mira, die ihm ein Zimmer anbietet und ihn großzügig unterstützt. Sie lernt mit ihm Deutsch, begleitet ihn ins Jobcenter, hilft bei bürokratischen Problemen. Allmählich aber erkennt Taha die große Hilfsbedürftigkeit, die sich hinter Miras Hilfsbereitschaft verbirgt. Wie kompliziert auch Miras Lebensumstände sind, wie sehr sie beide ums Überleben ringen ... Das Originalhörspiel der beiden syrischen Dramatiker Mudar Alhaggi und Wael Kadour geht auf eine wahre Begebenheit zurück. In einer kunstvoll komponierten Szenenfolge, die subtil die Perspektiven wechselt, fragen sie auch nach dem Trauma der Schuld, die ein Überlebender den Toten gegenüber empfindet. Mudar Alhaggi studierte Theaterwissenschaften in Damaskus. Arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg. Seine letzten Arbeiten sind die Theaterstücke "Your Love is Fire" (Ruhrfestspiele und Theater Krefeld Mönchengladbach), "Days in the Sun" und "Reine Formsache" im Theater an der Ruhr und das Hörspiel "Barsach" für Deutschlandradio Kultur. Mudar Alhaggi lebt in Berlin. Wael Kadour studierte Theaterwissenschaften in Damaskus. Arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg. Seine letzten Arbeiten sind die Theaterstücke "The Small Rooms" (Ammann, Beirut und Kairo), "The Confession" (Beirut) und "Chroniques d"une ville qu"on croit connaître" (Mulhouse und Weimar) und die Hörspielserie "We Are All Refugees" für Souriali Radio Station in Amman. Wael Kadour lebt in Paris. Die Toten haben zu tun

Featuretipp

Heute, 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Ein tiefer, dunkler Schatten - Eine Jüdin und die Tochter einer Nazi-Familie im Gespräch

Zwei Frauen, 59 und 67 Jahre alt, treffen sich regelmäßig und reden über ihre Familien. Hanna ist Jüdin, sie verlor fast alle ihre älteren Verwandten während des Zweiten Weltkrieges. Claudias Eltern, Onkel und Tanten waren allesamt fanatische Nazis.

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SWR 2

Charles Dickens: Lebensgeschichte und gesammelte Erfahrungen David Copperfields des Jüngeren (5/5)

Im fünften Teil des Lieblingsromans von Charles Dickens verliert David Copperfield seine Freunde und begibt sich auf die Reise.

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