Hörspiele im Radio

Hörspiele

Dienstag 11:05 Uhr Ö1

Radiogeschichten

"Suppe" von Rumena Bu?arovska. Aus dem Mazedonischen von Benjamin Langer Bei Rumena Bu?arovska haben die Frau ihre Rollen eingenommen: Geliebte, Mutter, Ehefrau, manchmal auch Witwe. Regie führen die Männer, ihre Männer. Zynismus ist das Mittel der Wahl, um die patriarchalen Strukturen vorzuführen, in denen Vorstellungen mit "die Frau von" beginnen. Es sind schwarze Ums-Eck-Betrachtungen festgefahrener Muster. Die Leserinnen und Leser sehen nur die Schatten an der Wand, die Reaktionen der Frauen auf ihre Gesellschaft, der die nordmazedonische Schriftstellerin in Interviews einen Backlash ins Traditionelle attestiert. In "Suppe" ist es der immer wieder neu gekochte Topf titelgebender Hühnersuppe, um den die Positionen eingenommen werden. Die Geschichte ist neben zehn weiteren soeben im Band "Mein Mann" bei Suhrkamp erschienen. Seit das Buch 2014 in Bu?arovskas Heimat herauskam, ist es dort ein Bestseller. Auch in den meisten anderen exjugoslawischen Staaten fand es ein breites Publikum, im deutschsprachigen Raum war die Autorin bisher unübersetzt und unbekannt. Rumena Bu?arovska lässt ihre Protagonistinnen in "Mein Mann" wütend, knapp, körperlich nahe - sie nennt ihr Schreiben hyperrealistisch - auf die aufgeblasenen, rohen Gatten und sich selbst blicken. Bu?arovska ist sehr wohl der Ansicht, dass Veränderung möglich ist - angestoßen durch solche Geschichten, die das selbsterhaltende System abbilden, aber auch durch die öffentliche Kritik an patriarchalen Strukturen und korrupter Politik, die die Schriftstellerin in ihrer Heimat Nordmazedonien übt. Gestaltung: Antonia Löffler

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Mühlheimers Experiment Von Bodo Traber Regie: Hein Bruehl Mit Torsten Ranft, Gunda Aurich, Cathleen Gawlich, Horst Mendroch und Martin Reinke Produktion: WDR 2003 Länge: 43"35 2022 - Die Klimakatastrophe ist eingetreten, der Meeresspiegel weltweit angestiegen. Mitteleuropa - oder was davon noch übrig ist - gehört jetzt zu den neuen Tropen. Ganze Länder wie Holland oder Dänemark sind von der Landkarte verschwunden. Wo sie einst waren, peitschen jetzt Taifune über die Lagunen. Die Bewohner der überfluteten, langsam zusammenstürzenden Großstädte werden zunehmend von resistenten Krankheitserregern dahingerafft. Auf der Flucht vor dem sicheren Tod wagen sich der Ex-Journalist Peter Müller und seine Frau Bea mit ihrer Yacht auf die riesige neue Ostsee hinaus. Ihr Ziel: die Emigrantenparadiese Skandinavien, Grönland oder Nordkanada. Nach einem verheerenden Sturm landen sie am Ufer einer seltsamen Insel, auf der Schreckliches vor sich geht: Der geniale Genetiker Jakob Mühlheimer hat in dem Irrglauben, die Menschheit retten zu können, einen Realität gewordenen Albtraum erschaffen. Und sein grausiges Experiment ist, wie es scheint, nicht mehr zu stoppen. Mühlheimers Experiment

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